
“Don‘t be afraid of…”
Die Ateliergemeinschaft des Dresdner Kunst- und Kulturzentrums GEH8 zeigt in einer Gruppenausstellung aktuelle Werke. Unter dem Ausstellungstitel “Don‘t be afraid of…” präsentieren elf Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Plastik, Fotografie, Bühnen-/Kostümbild und Keramik in Anlehnung an das Jahresthema des GEH8.
Das Projekt führt die Zusammenarbeit mit dem Berliner Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst Axel Obiger fort. Dieser war 2025 mit der Ausstellung „Observing Systems“ in der Halle des GEH8 Kunstraums in Dresden zu Gast.
In den Jahren 2026 und 2027 richtet das Kunst- und Kulturzentrum GEH8 in Dresden mit dem Jahresthema seinen Blick auf ein zentrales Gefühl unserer Gegenwart: die Angst. Sie ist nicht nur ein individuelles Erleben, sondern ein kollektives, gesellschaftlich wirksames Phänomen. In einer Welt, die zunehmend von Krisen, Unsicherheiten und beschleunigten Veränderungsprozessen bestimmt ist, wird Angst zu einem prägenden Zustand – und zugleich zu einem Werkzeug politischer, medialer und ökonomischer Einflussnahme.
Das Jahresthema lädt ein, Angst als ambivalente Kraft zu begreifen – als Gefühl, das lähmen, aber auch befreien kann.
English
“Don’t be afraid of…”
GEH8 – The Dresden artists‘ collective as guests of Axel Obiger
with Bela Álvarez, Marleen Andreev, Matthias Bausch, Tobias Bohnet, Susanne Engelhardt, Thomas Judisch, Claudia Kleiner, Stefan Lenke, Michael Merkel, Julia Pommer Heinz Schmöller
21.03. – 11.04. 2026
Opening: 20.03. 2026, 6 pm
Finissage: Saturday,11.04. 2026, 6 pm - concert with Treta Mominka (vocal ensemble)
The artists‘ collective of the Dresden art and culture center GEH8 presents current works in a group exhibition. Under the exhibition title “Don’t be afraid of…”, eleven artists present their works in the fields of painting, graphic arts, sculpture, photography, stage/costume design, and ceramics in line with GEH8‘s annual theme.
The project continues the collaboration with the Berlin-based exhibition space for contemporary art, Axel Obiger. Obiger presented the exhibition “Observing Systems” in the GEH8 art space in Dresden in 2025.
In 2026 and 2027, the GEH8 art and culture center in Dresden will focus its annual theme on a central emotion of our time: fear. It is not merely an individual experience, but a collective, socially impactful phenomenon. In a world increasingly defined by crises, uncertainties, and accelerated change, fear becomes a defining condition—and simultaneously a tool for political, media, and economic manipulation. The annual theme invites us to understand fear as an ambivalent force—as an emotion that can paralyze, but also liberate.
contact / Kontakt:
GEH8 KUNST RAUM ATELIERS e.V.
Gehestr. 8, 01127 Dresden

KURZTEXTE ZU KÜNSTLERN UND KÜNSTLERINNEN DER GEH8-ATELIERGEMEINSCHAFT
Bela Álvarez
Stickerei | Papierarbeiten | Animation | Digitale Illustration
Bela Álvarez ist eine mexikanische Industrial Designerin und Künstlerin, die derzeit in Dresden lebt. Sie ist eine multidisziplinäre Künstlerin, die zwischen Stickerei und Papier arbeitet, Props für Animation und Digitale Illustration. In ihrem Stil erzählt sie von ihren Erlebnissen und Erfahrungen, die sie in der Gemeinschaft austauschen möchte. Sie leitet Kreativ-Workshops für Kinder und Erwachsene, bei denen sie verschiedene Themen, Techniken und Materialien verwendet. Ihre Arbeit wurde in verschiedenen Medien publiziert, und sie wurde in Einzel- und Gruppenausstellungen in Mexiko, den USA und Deutschland präsentiert.
Insta: @fantastisch.mx
Marleen Andreev
Malerei | Installation | Objekt | Performance | Kunsttherapie
*1981, lebt und arbeitet in Dresden
Die Suche nach der größtmöglichen Freiheit in ihrem künstlerischen Ausdruck führte die Malerin schon seit ihrem Studium an die Grenzen von Techniken, Medien und Materialien. Diese zu durchbrechen bleibt für sie ein fortwährendes Wagnis, das ihr wiederum Raum für gattungsübergreifende Experimente verschafft. So untersucht sie bildnerische Möglichkeiten, um neue Verbindungen und Übergänge zu generieren. Gegenwärtig stehen malerische Zufallsexperimente, kunsttherapeutische Interventionen und partizipative Elemente im Fokus ihrer künstlerischen Forschung.
Insta: @marleenandreev
Matthias Bausch
Malerei | Grafik | Objektbilder
*1978, lebt und arbeitet in Dresden
Matthias Bauschs gegenständliche Malereien verweisen auf symbolische Art und Weise auf eine Fragilität Menschen gemachter Systeme und Ordnungsstrukturen. Die bedrohliche Atmosphäre karger, unwirklich wirkender Landschaftsdarstellungen, in denen ein Geschehen stattfindet, verbildlicht dabei die Ungewissheit, welche mit aktuellen gesellschaftlichen Umbrüchen einhergeht. Matthias Bauschs geometrisch, abstrakte Malereien schaffen eine räumliche Vielschichtigkeit. Im Spannungsfeld zwischen Dialog und Abgrenzung kontrastieren sich Farbverläufe, Linearität, Flächenhaftes und räumliche Suggestionen. Es entstehen labyrinthhafte Momente, die zum Verweilen einladen.
Tobias Bohnet
Fotografie
Auf der Suche nach dem ungestellten Alltag. Geometrie im urbanen Umfeld. Licht und Schatten. Neue Perspektiven auf Gewohntes. Verbindungen schaffen. Banale Bedeutsamkeiten. Die eigene Wahrnehmung hinterfragen.
Insta: @dresden_streets
Susanne Engelhardt
Keramik
Susanne Engelhardts Atelier im GEH8 ist seit mehr als 10 Jahren ein Anziehungspunkt für Liebhaber von dünnwandiger, handgedrehter Keramik mit mediterranem Flair. Neben dem Gebrauchsgeschirr gilt ihre Faszination vor allem originellen „Schatzinseln“ – Altare, Gefäße und Vasen, in und auf denen wir Reliquien sammeln, von denen wir uns nicht mehr trennen können. Profane Preziosen, die wir kultisch verehren weil sie mit Erinnerungen, Gefühlen und Erlebnissen aufgeladen sind. Das können Kastanien, Steine oder Muscheln sein, aber auch Playmobilfiguren, Kerzen, Blüten – und all das andere Strandgut unseres Lebens.
Insta: @sanne_keramikatelier_dresden
Thomas Judisch
Objekt | Installation
*1981 in Waren/Müritz, lebt und arbeitet in Dresden und Schleswig-Holstein
Judisch fokussiert unseren Blick auf die kleinen beiläufigen Dinge des Alltags, die sich mithilfe von bildhauerischen Ausdrucksformen und Materialverschiebungen meist durch Objekte, Grafiken und Interventionen situativ manifestieren. Mit einer spielerischen Leichtigkeit reagiert er auf den öffentlichen und musealen Raum durch präzise Setzungen, die hintersinnig zum Schmunzeln anregen und die eigene Realität fragwürdig erscheinen lassen.
Insta: @thomas_judisch
Claudia Kleiner
Malerei | Zeichnung
*1985 in Sebnitz
Die Darstellung von Raum ist eine konstante Grundthematik in Claudia Kleiners künstlerischer Arbeit. In ihren malerischen und zeichnerischen Arbeiten verwebt sie Motive landschaftlicher Ikonografie mit atmosphärischen Beobachtungen auf rhythmische Weise zu einem gemeinsamen Bildraum.
„Doch ist die Gerade in Kleiners Malerei weit mehr als die kürzeste Verbindung zweier Punkte. Ihre Linie ist als Spur eines sich über die Fläche bewegenden Punktes zu begreifen. Die uns ihre Dynamik, Richtung, Spannung und den Zeitablauf besser verstehen lässt. Die grafisch-malerischen Techniken der einstigen Meisterschülerin Peter Bömmels verweisen zudem auf die Ambivalenz von körperlicher Einschreibung und Tilgung, Setzung und Entzug, Präsenz und Absenz.“
Katharina Arlt
Insta: @c.kleiner
Stefan Lenke
Malerei
*1976 in Jena
„Urbane Räume und Fragmente unserer Alltagswelt werden für Lenke zur Quelle seiner malerischen Bildfindung. Fotografische Notate in minimalistischer Manier dienen ihm als Studien seiner Wahrnehmung und Erinnerung, die sogleich vom Phänomen des Flüchtigen und Transistorischen getragen werden. In seinen malerischen Arbeiten verlässt Lenke die tradierten Vorstellungen des homogenen, dreidimensionalen Raumes, er erzeugt vielstimmige Binnenräume und Diskontinuitäten.“ Katharina Arlt
Insta: @lenkestefan
Michael Merkel
Grafik | Objekt | Aktion
*1987, lebt und arbeitet in Dresden
Merkels künstlerisches Schaffen ist geprägt von einer Vielseitigkeit, welche sich sowohl hinsichtlich unterschiedlicher Materialien und Techniken als auch der Motive und der dahinterstehenden Diskurse äußert. So bewegt sich sein Œuvre zwischen Zeichnung, Photographie, Collage und Objekt bis hin zur temporären Installationen im öffentlichen Raum. Charakteristisch ist das Aufeinandertreffen von handwerklicher Virtuosität, minutiöser Detailgenauigkeit und eigenwilligem, humorvollen, innovativen künstlerischen Ausdruck.
Insta: @michael.merkel.art
Julia Pommer
Kostüm | Mode | Objekte
Seit 2010 beschäftigt sich die studierte Modedesignerin freischaffend mit konzeptionellen Kostüm- und Bühnenbildern für Projekte aus den Bereichen der Darstellenden, der Bildenden Kunst und der Musik in Dresden, Leipzig, Meiningen, Linz, Schwerin, Düsseldorf and Weimar.
Zuletzt entwickelte sie die Kostüme für „Schimmer des Unsichtbaren“, einer immersiven Tanzperformance im öffentlichen Raum, für die Dresdner Tanzkompanie thegutscompany.
Ihre Reisen und Begegnungen führen sie in die unterschiedlichsten Themenbereiche ein. Dadurch inspiriert entstehen Momente und Unikate, für die die gängigen Labels wie Objekt, Raum oder Kleidungsstück zu eingeschränkt sind. Allen gemein ist aber meist eine Geschichte, ein theatraler Hintergrund.
Heinz Schmöller
Skulptur | Video | Installation
*1975, lebt und arbeitet in Dresden
Heinz Schmöllers künstlerisches Werk umfasst Skulpturen, kinetische Objekte, Video und Bild. Für seine Kunstpraxis hat er einmal den Begriff des „infantilen Eskapismus“ gefunden. Dabei sucht er nach den Brüchen in der Oberfläche und der schillernden Schönheit des Absurden.
Insta: @heinzschmoeller









