OPEN END

Petra Karadimas / Gabriele Künne

Eröffnung am Freitag, den 23. September 2022 ab 18 Uhr

Ausstellung 24. September - 22. Oktober 2022

Ambient Evening am Donnerstag, den 6. Oktober ab 19 Uhr

Music With An Open End„ mit LEFT WINTER (Manchester/Berlin)

zur 150. Axel Obiger Ausstellung

Ausstellungsführungen am 30.09. und 14.10.2022, 18–19 Uhr

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in the studio, Petra Karadimas / Gabriele Künne 2022

(English text below)

Petra Karadimas und Gabriele Künne befragen mithilfe ihrer jeweiligen Medien eine Wahrnehmung, die auf scheinbar beiläufig gefundenen Stadtszenarien beruht, von Details in urbaner Umgebung ausgeht sowie die Natur- und Landschaftsfragmente in den Zwischenräumen der Stadt thematisiert. 

 

Baustellen, Brachen und transitorische Räume stehen in Petra Karadimas´ Fotografien im Zentrum der Auseinandersetzung. Hier finden urbane Strukturen flächig zusammen, überlagern und durchkreuzen einander. Die Bilder erscheinen flüchtig, teils unspektakulär und brechen doch gezielt mit Konventionen und Sehgewohnheiten. Oft erschließen sie sich erst auf den zweiten Blick. 

 

Für Gabriele Künne spielen Objekte und Objektsysteme, deren unbestimmte und unbestimmbare Formen sich aus urbanem Erleben entwickeln, eine wesentliche Rolle. Im Spannungsfeld von naturhaften und technoid-architektonischen Elementen eröffnen sich dem Betrachter vielfältige Assoziationsmöglichkeiten. Ausgewalzte Flächen aus keramischer Masse werden gefaltet, geworfen, geschlagen und an die Grenzen ihrer konstruktiven Möglichkeiten gebracht.

 

Die beiden Künstlerinnen teilen einen ähnlich offenen Arbeitsansatz, der die Bedingungen des jeweiligen Mediums immer mitdenkt und als eigentlichen Ausgangspunkt versteht. Jenseits des Nützlichen oder Pittoresken geben die so entstehenden Arbeiten spielerisch Auskunft über die Prozesse und Möglichkeiten ihrer Entstehung. Der vorangegangene Dialog wird als Präsentationsform mit einbezogen ohne die Autonomie der Kunstwerke zu verletzen.

 

Petra Karadimas studierte Bildende Kunst am Hunter College of the City University of New York (M.F.A. 1995). Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit war sie u.a als Gast Dozentin am ICP in New York tätig und hat einige Jahre den Projektraum berg19 raum für fotografie in Berlin Mitte geleitet. Sie hat zahlreiche Stipendien erhalten, zuletzt ein Förderstipendium der Stiftung Kunstfonds Bonn. Sie lebt seit 1997 in Berlin.

 

Gabriele Künne studierte Freie Kunst an der Hochschule der Künste Berlin (heute Universität der Künste Berlin) und am Royal College of Art London und schloss 1998 mit der Ernennung zur Meisterschülerin ab. Seit 2012 ist sie als Mitglied bei Axel Obiger auch kuratorisch tätig, zuletzt bei „Amorph“ in der Galerie im Saalbau, Neukölln (2020) sowie bei „Geduld des Papiers“ in der PAPER gallery Manchester (2022). Sie lebt und arbeitet seit 1988 in Berlin.

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Überschrift 6